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Einladung zur Buchpräsentation: Pierre Ramus Gesammelte Werke – Band 1

Einladung zur Buchpräsentation:

Pierre Ramus

Gesammelte Werke – Band 1: Biographische Skizzen

Verlag Monte Verità, Wien, 284 Seiten

ISBN 978-3-900434-91-5

Der erste von geplanten acht Bänden der gesammelten Werke des österreichischen Anarchisten Pierre Ramus (Pseudonym für Rudolf Großmann; * 15. April 1882 in Wien; † 27. Mai 1942) ist erschienen. Ramus gilt als bedeutendster Vertreter der libertären Bewegung in Österreich. Der Band enthält eine umfassende Geschichte des modernen Anarchismus sowie gesonderte Texte über William Godwin, Michail Bakunin, Leo Tolstoi, Edward Carpenter und Francisco Ferrer.

Der Schauspieler Ottwald John wird aus dem Buch lesen, Herausgeber Gerhard Senft und Verleger Peter Stipkovics stellen anschließend im Gespräch mit dem Schriftsteller Ilija Trojanow das im Monte Verità Verlag erschienene Buch vor.

Zeit und Ort: im Perinetkeller, Perinetgasse 1, 1200 Wien
(U 4: Rossauer Lände)

Der Perinetkeller ist das ehemalige Atelier der Gruppe des Wiener Aktionismus (Günter Brus, Hanel Koeck, Hermann Nitsch, Erika Stocker u. a.) und wird seit Mitte des Jahres 2016 vom Institut ohne direkte Eigenschaften (IODE) ohne Subventionen betrieben.


Wir laden herzlich ein zum Besuch der virtuellen Ausstellung

FREIWIRTSCHAFTLICHE MARKIERUNGEN IN ÖSTERREICH 1860-1960

Dokumentation einer sozialliberalen Bewegung

Historische soziale Bewegungen entstanden stets aus gesellschaftlichen Anliegen und aus dem Leidensdruck betroffener Gruppen heraus. Aus dieser „Ursuppe“ politischer Aktivierung formierten sich Protesthaltungen und ein wachsendes öffentliches Problembewusstsein. Die Freiwirtschaftsbewegung befasste sich im Besonderen mit der Frage der Finanzierung öffentlicher Haushalte, mit der durch Krisenanfälligkeit und problematische Verteilungsergebnisse gekennzeichneten kapitalistischen Geldordnung und sie  thematisierte die zunehmende Verknappung der Bodenflächen im urbanen Raum. Indem ihre Vertreter/innen mit unkonventionellen Vorschlägen hervortraten (Negativzinsen, Komplementärwährungen, Bodensozialisierung etc.) wurden sie häufig als Exoten/innen wahrgenommen. Dementsprechend kraftvoll waren ihre Anstrengungen hinsichtlich der Verbreitung ihrer Auffassungen.

Gezeigt werden Bildmaterialien, Plakate, Flugblätter und andere Dokumente.

Die Ausstellung ist als ein „offenes“ Projekt konzipiert. Jede Art von unterstützender oder auch kritischer Würdigung wird – soweit es möglich ist – berücksichtigt.

Hallo Welt!

Wer immer ein Interesse an einer libertären Sozialphilosophie entwickelt, wird an Pierre Ramus kaum vorbei kommen.

Seit rund einem Vierteljahrhundert bemüht sich die Wiener Pierre Ramus-Gesellschaft um eine Aufarbeitung und eine Systematisierung des schriftstellerischen Werkes und der politischen Ideen von Ramus. Mittlerweile ist auch die Zahl gesammelter Materialien (Fotos, Plakate, Flugblätter etc.) angewachsen, sodass eine Präsentation im öffentlichen Raum überfällig erscheint. Die neue Website soll diesem Umstand Rechnung tragen und zu einer weitergehenden Auseinandersetzung mit Ramus und seinem Umfeld anregen.

Es steht die Einladung zu einem Besuch der virtuellen Ausstellung, zum Blättern in anarchistischen Zeitschriften, kurz: zu einem Blick in eine andere Welt. Überraschungen sind garantiert!